Gedächtnis Training bei Demenz soll abwechslungsreich sein und Spaß machen.

 

Es gibt viele Wege sich geistig fit zu halten. Die Forschung hat gezeigt, dass Menschen, die einen aktiven Lebensstil pflegen, die interessiert durchs Leben gehen, Hobbys pflegen und neue Dinge ausprobieren, geistig länger fit bleiben. Ein Gedächtnistraining greift im Idealfall diese Forschungsaspekte auf, integriert gezielte Übungen für unterschiedliche Trainingsziele und orientiert sich an den Bedürfnissen der Teilnehmer.
Bei Menschen mit Demenz ist es besonders wichtig, die Alltagskompetenz so lange wie möglich zu erhalten. Aus diesem Grund sollten sich Übungen für das Gedächtnistraining mit Menschen mit Demenz auch am Alltag der Betroffenen orientieren. Wichtig dabei ist auch, dass man möglichst viele reale Gegenstände in das Gedächtnistraining mit einbaut. Bei der Arbeit mit Menschen mit Demenz im Gedächtnistraining gilt folgende Faustregel: Ein Bild ist besser als ein gesprochenes Wort, ein realer Gegenstand ist besser als ein Bild.

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, Gedächtnistraining ist ein Weg (neben anderen Wegen) sich geistig fit zu halten. Auch bei Menschen mit Demenz konnten in Studien noch Lern- und Trainingserfolge nachgewiesen werden. Bei Menschen mit sekundärer Demenz kann Gedächtnistraining ein Element der Rehabilitation sein. Im Zentrum eines Gedächtnistrainings stehen bei Menschen mit degenerativen Demenzerkrankungen der Erhalt der Alltagskompetenz, die soziale Teilhabe und der Spaß! (EbeDe.net Forum für Ergotherapie bei Demenz)